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Katharina Burges ist eine Künstlerin, die mitunter den menschlichen Zirkus nicht erträgt und dabei ihre Weite auslotet. Sie ist eine Geheimnisvolle, eine Suchende, eine manchmal Stille, die sich aber, sobald sich eine Bühne findet, umso mächtiger gesanglich entfalten kann. Mit ihrer facettenreichen Stimme vermag sie es, einen Raum in Vibrationen zu versetzen und eine fesselnde Faszination zu erzielen. Dabei zeigt sie zweierlei Gesichter: zum einen das der Dienstleisterin, die durch entspannte Abende mit Interpretationen bekannter Stücke führt, zum anderen das der Künstlerin mit eigenen Inhalten, in denen sich tiefgründigste Formen des Jazz, Soul und der Klassik treffen. Dabei taucht sie in Ebenen hinab, die schwarz und schmerzhaft sind und denen sich Menschen selten und meist nur unter Zwang nähern. Die sich auf Dauer aber nicht ignorieren lassen. Eines ihrer aktuellen Programme heißt „Knockin’ on heaven’s door“, das sie zusammen mit der Brandenburger Musikerin Sara Pieper aufführt. Bezeichnenderweise ist es darin der Tod, dem sich beide Frauen musikalisch nähern. „Ich weiß, dass er ein Verdrängungsthema ist, aber ich finde es wichtig, sich ihm zu widmen, denn jeder hat irgendwann damit zu tun. Dieses Thema geht uns alle etwas an, ob wir 15 sind oder 70. Entweder, man ist mit dem Tod bereits konfrontiert worden oder man setzt sich im Vorfeld mit ihm auseinander, um ein erträgliches Leben zu führen“, so Katharina Burges über das Programm, das eine Variation von klassischen Stücken bis hin zur Popularmusik aufweist und die Namen Frederic Chopin, Nick Cave, Franz Schubert, Tom Waits und -natürlich- Bob Dylan in sich birgt. Aber eben auch Katharina Burges, die eigene Werke beisteuert.„Ich wollte wissen, ob meine Stücke im Programm funktionieren. Sie taten es und das hat mich gefreut.“ Dass ihre Songs Potenzial haben, steht außer Frage. Die Wirkung ihrer selbst komponierten, getexteten und arrangierten Werke ließ sich schon im vergangenen Jahr in der mit Brandenburger Künstlern umgesetzten Aufführung „Josie – Die Reisen der singenden Puppe“ vor Publikum unter Beweis stellen, in der Katharina Burges mit all ihrer Leidenschaft, aber auch Verletzbarkeit vortrug. „Ich wurde gefragt, ob ich immer so melancholisch sein müsse. Deshalb habe ich in der Vergangenheit auch mal versucht, Standardmusik zu machen. Musikalisch hat das für den Moment sogar funktioniert, aber  letztendlich geht es in mir immer wieder dahin, wo es hingehen muss: in die Seele, die viele Narben hat…“ Selbst im aktuellen Programm „Knockin’ on heaven’s door“ sieht Katharina Burges einen Kompromiss: „Eigentlich ist mir dieses Programm nicht dunkel genug. Es wirkt zu blumig im Gegensatz zu dem, wie ich mich mit dem Thema Tod auseinandersetze. Ich finde, dass man in der Kunst an Stellen gehen muss, an denen es weh tut. Ich kämpfe natürlich mit dem Zwiespalt, was dem Publikum und auch mir zuzumuten ist. Aber ich kann mich auf der Bühne nicht gänzlich verbiegen. Da muss etwas raus!“ beschreibt sie den Drang, sich diesen Seiten noch wesentlich drastischer zu nähern.

Vor ihrem beeindruckenden Können standen Jahre der Ausbildung. Die gebürtige Greifswalderin verbrachte ihre Kindheit in Brandenburg und begann im Alter von sieben Jahren Violine zu lernen. Nach dem Abitur im Jahr 1996 ging sie zu einem zweijährigen Studium mit dem Schwerpunkten Violine und Gesang an die „Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen im Grabfeld“ in Bayern. Danach setzte sie ihr Studium in Dresden an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ mit klassischem Gesang, Klavier und Jazzmusik fort. Zusätzlich bildete sie sich in Komposition und Produktion. Ihr Aufenthalt in Dresden brachte sie an die Semperoper, ein gesangliches Engagement führte sie zur Aufführung von Howard Shores großer Orchesterpartitur zur „Herr der Ringe“-Trilogie in Lyon. Weitere Stationen ihres Lebens fanden sich in Bremen und Hamburg. In Ägypten spielte sie für eine Zeit lang „an einem Edelflügel in der Edelbar eines Nobelhotels“. Seit Februar 2004 arbeitet Katharina Burges freischaffend, ist in den Sparten Gesang, Piano, Barmusik, Komposition und Produktion buchbar und gibt Gesangsunterricht. Im Jahr 2009 kehrte sie nach 15 Jahren Abwesenheit wieder in die Stadt Brandenburg zurück. „In dem Business ist man überall und nirgends, deswegen kann ich hier wunderbar leben und von hier aus starten. Brandenburg ist grün, ruhig und natürlich – ideal für Einfälle und kreative Arbeit“, beschreibt sie das Arbeits- und Lebensgefühl in der Havelstadt. Seitdem hat sie zusammen mit den Musikern Sebastian Pietsch, Susanne Stock und eben Sara Pieper mehrere Programme ausgearbeitet und ist mit der Bigband der Musikschule „Vicco von Bülow“ unterwegs. Ihre Hauptarbeit sieht sie noch immer im Komponieren: „Das fängt bei Filmmusiken an und hört bei eigenen Songs auf. Nur ist dies hier allerdings ein wenig ins Hinterrück geraten. Ich habe momentan mit den unterschiedlichen Programmen und Kollegen viel zu tun. Und das ist wunderbar…“ Nach drei produzierten Alben ist ein neues erst einmal noch nicht in Sicht: „Meistens lohnen sich Alben finanziell nicht. Dennoch würde ich gerne mal wieder meine eigenen Sachen produzieren. Die sind aber so weit verzweigt. Soll ich Jazznummern oder orchestrale Sachen nehmen? Auch Auftragswerke kann ich mir gut vorstellen. Es ist eine meine Leidenschaften, zu Gemälden zu komponieren…“ Wenn Katharina Burges mit der gleichen Intensität wie bisher zu Werke geht, wird es keine Rolle spielen, wofür sie sich entscheidet.


 

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MAZ Artikel 3:18

Ein grandioses Duo auf der Reise durch den Musik-Kosmos

Für ihren außergewöhnlichen Liederabend in der Wuster Kirche bekamen Katharina Burges und Sebastian Pietsch stehenden Applaus vom Publikum

Wust. Stehender Applaus – besser hätte der Einstieg ins Veranstaltungsjahr in der Kirche Wust nicht laufen können. Monika Nebel, die Vorsitzende des Vereins „kulturWust“ hat zusammen mit ihren Mitstreitern für das erste Konzert der Saison am Samstagabend ein außergewöhnliches Duo gewinnen können, das mit einem ganz besonderen Projekt die etwa 60 Zuhörer begeisterte. Katharina Burges am elektronischen Klavier und mit großer gesanglicher Klasse sowie Sebastian Pietsch am Saxophon gaben sich in ihrem Programm den eigenen musikalischen Leidenschaften hin und schöpften aus dem vollen Musikkosmos. „Sowas kann man nur mit Katharina machen“, begeisterte sich Pietsch und erklärte nach dem stimmgewaltigen Einstieg ins Konzert, das mit einer jazzigen Bearbeitung der Mendelssohn-Vertonung von Josef von Eichendorffs Gedicht „Wer hat dich, du schöner Wald“ begann, das Konzept des ungewöhnlichen Liederabends. Das ganze Geflecht von literarischen und musikalischen Verwandtschaften und Beziehungen ließ sich für das Publikum im Laufe des Konzerts dann gedanklich leichter entwirren. Auf der Gefühlsebene wirkten Melodien und Gesang ohnehin sehr gut ohne Erklärungen. „Die Musik Mendelssohns gehört seit meiner Kindheit zu meinen absoluten Favoriten“, schickte Pietsch voraus. In der Ausbildung zur eigenen Musikerkarriere war dann Mendelssohns bekannte Sammlung „Lieder ohne Worte“ ein Übungsfundus. „Die Lieder sind alle so schön, aber leider so kurz und so entstand die Idee, darüber zu improvisieren“, erklärte Pietsch den Teil des Programms. der mit „Mendelssohns Paraphrased Song Project“ überschrieben ist. Zu diesem Bearbeitungen stößt Katharina Burges mit ihren Neukompositionen, die den Titel „The Grasnick Vocalitions“ tragen. Burges geht damit den nächsten Schritt in einer Inspirationskette, die bei den Bildern von Sebastian Pietschs Vater Manfred ihren Anfang hat. Der Lyriker Ulrich Grasnick, bekannt unter anderem durch seine Arbeit mit Marc Chagall, hat Pietschs Bildern eine lyrische Stimme gegeben und aus diesen Worten zog Burges wiederum die Inspiration für ihre Vertonungen. Diese verwundenen Verflechtungen durch die Zeiten und Orte wurden von den beiden Künstlern auch in der Programmzusammenstellung berücksichtigt Mit Mendelssohn ging es mit einem venezianischen Gondellied nach Italien. In diesem Sehnsuchtsland der Deutschen fand auch Grasnick textliche Anknüpfungspunkte, die jedoch von Katharina Burges mit karibischen Klängen konterkariert wurden. 

Mit der Verbindung von Eichendorff und Mendelssohn heißt es aber vor allem auch die Epoche der Romantik ins Auge zu fassen. Wehmut, Sehnsucht, die Hinwendung zum Schaurig-Schönen und Jenseitigen – Sebastian Pietsch und Katharina Burges malten mit ihren einleitenden Worten zu jedem Song die passende Stimmung.

Die Musik folgte dann, mal ungezähmt und wild, mal melancholisch und sentimental, aber immer schön und bewegend in einer fantastischen Verbindung von begeisternder Spielfreude und der gesanglichen Ausdruckskraft von Katharina Burges.


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Laut, aber grandios: Konzerterfolg in Wust

Ihr erstes abendfüllendes Konzert war ein Riesenerfolg. Rund 160 Besucher bejubelten die Brandenburger Bigband „Vicco von Bülow“ in der Wuster Kirche. In fünf Jahren hat sich eine Band formiert, die keine Vergleiche zu scheuen braucht. Monika Nebel strahlt. Solch einen Andrang hätte die Vereinschefin von „kulturWust“ nicht erwartet. Sage und schreibe 160 Zuhörer drängten sich am Samstagabend in die Dorfkirche, um das Konzert der Brandenburger Bigband „Vicco von Bülow“ unter der Leitung von Bernd Heese zu erleben. Und es hat sich gelohnt. Der Sound der Bigband ist einfach grandios. Hier hat sich in den vergangenen fünf Jahren eine Band formiert, die Vergleiche nicht zu scheuen braucht. Wer sie am Samstagabend erlebt hat, der mag kaum glauben, dass es das erste abendfüllende Konzert war, dass diese Formation gegeben hat. Während Monika Nebel über ein volles Haus strahlt, freut sich Bandmusiker Andreas Schalinski über ein volles Programm. „Wir haben fünfzig Titel in unserem Repertoire, die wir aber nie alle bei einem Auftritt spielen können, weil wir meist nur für kürzere Auftritte gebucht werden“, erzählt Schalinski, der an diesem Abend moderiert, singt und Trompete spielt. „Wir sind glücklich, dass wir hier heute Gelegenheit dazu haben mehr zu spielen“, sagt der Musiker, der auch von der Band „Patchwork“ bekannt ist. Natürlich können die Musiker auch an diesem Abend nicht alle fünfzig Titel spielen, das würde selbst bei diesem Konzert den zeitlichen Rahmen sprengen. Aber knapp zwanzig Stücke mit Zugaben sind es geworden.

Mit „Woodshoppers Ball“ startet die Band. Und weiter geht es mit „April in Paris“. Von Titel zu Titel steigert sich die Begeisterung des Publikums. „Ich weiß, wir sind furchtbar laut“, gesteht ein zerknirschter Schalinski. „Aber bei einer Bigband muss das so sein. Und bedenken Sie, dass wir das ja auch selbst ertragen müssen.“ Schalinski weist darauf hin, dass es guter Brauch sei, dass bei einem Solo geklatscht werden darf. „Das freut die Musiker, die schließlich viel dafür geübt haben.“ Doch kein Zuhörer klatscht, was vor allem daran liegt, dass die Soli meist relativ kurz sind und akustisch nicht so gut rüber kommen. Erst als Schalinski vor dem jeweiligen Titel auf Soli hinweist, klappt es auch mit dem Applaus. Oder vielleicht liegt es auch an seinem Rat, genau auf die Musiker zu achten. Immer, wenn die alle einen bestimmten Kollegen anstarren, spiele der ein Solo.

„I Can’t Give You Anything But Love“ (Ich kann dir nur Liebe geben) singt Katharina Burges und zieht mit ihrer wunderbaren Stimme die Zuhörer in ihren Bann. Die Profi-Musikerin gehört erst seit relativ kurzer Zeit der Bigband an – ein großer Gewinn für die Band, wie Saxophonspielerin Monika Schulze feststellt. Aber Burges und die übrigen etwa zwanzig Mitglieder der Bigband haben mehr zu geben als nur Liebe – die natürlich auch, vor allem zur Musik. Aber sie haben dem Publikum ein so tolles Konzert geschenkt. „Thank you for the music“ möchte man da im Abba Sound jubilieren.

 

 


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